Chronisch und akut
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Die Adjektive chronisch und akut kennzeichnen gegensätzliche zeitliche Ereignisse oder Zustände.
Der Ausdruck chronisch (von griechisch χρόνος, chrónos - [u. a.] die Zeit) kennzeichnet ein sich langsam entwickelndes oder lang andauerndes Ereignis. Vorwiegend wird das Wort in Zusammenhang mit Krankheiten verwendet.
Der Ausdruck akut (von lateinisch acutus - der scharfe, spitze ...) kennzeichnet ein plötzlich geschehendes, zum Ausbruch kommendes, Ereignis von vergleichsweise kurzer Dauer.
In der Medizin unterscheidet man z.B. chronische Erkrankungen und akute Erkrankungen:
- perakut - blitzschnell und oft tödlich (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall) - vergleiche auch fulminant
- akut - plötzlich auftretende Krankheit
- subakut - klinisch weniger heftige Symptomatik als akut, zeitlich zwischen akut / chronisch
- subchronisch - klinisch mit zeitlich eher chronischem, aber geringer ausgebildeten Symptomen als chronisch
- chronisch - eine langsam einsetzende und lang andauernde Krankheit
- chronisch-progredient - eine lang anhaltende oder bleibende Erkrankung, in deren Verlauf die Symptome zunehmen oder zusätzliche Symptome entstehen.
Weitere Eigenschaften zeitlicher Ereignisse wären u.a.:
Anmerkung
Akut hat nicht immer chronisch als Gegenbegriff - z.B. bei einem "akuten Anfall" (streng logisch gesehen ist ein Anfall immer akut: "doppelt_gemoppelt") - ein Anfallsleiden kann allerdings sehr wohl chronisch sein, z. B. die Epilepsien.
Umgekehrt wird chronisch nicht immer im strengen Sinn verwendet. Beispiele sind die "chronische" Bronchitis - die eher einen latenten Zustand beschreibt, der immer wieder in den Vordergrund tritt (fachsprachlich [chronisch-]rezidiviert), oder die "chronisch" zu-spät-Kommenden, welche diesbezüglich eher notorisch oder beharrlich sind.
Siehe auch: fulminant, subklinisch, Begriffspaar



