Calanques
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Bild:Calanques.jpg Eine Calaque ist ein enges, steilwandiges Tal im Kalkgestein am Rande des Mittelmeeres, das teilweise vom Meer überflutet ist und dadurch fjordartigen Charakter hat. Besonders reizvoll ist das Massif de Calanques entlang der Küste des Département Bouches-du-Rhône in Südfrankreich auf 20 km Länge zwischen Marseilles und Cassis, das auch die Erhebungen des Marseilleveyre (432 m) und des Mont Puget (565 m) umschließt. Zu den bekanntesten Calanques gehören die bei den kleinen Hafenorten Sormiou und Port-Miou (letztere wurde zu einem Jachthafen ausgebaut).
Die Calanques sind ein besonderes Ökosystem. Es gibt dort fast keinen Boden, und die Pflanzen sind in den Felsspalten und Rissen im Gestein verankert. Das Klima ist trocken, und die vorhandene Feuchtigkeit stammt im wesentlichen aus der Verdunstung des Meerwassers und dem salzhaltigen Gischt der Brandung, was eine einzigartigen Flora und Fauna zur Folge hat.
In der Calanque von Morgiou liegt die Henry-Cosquer-Höhle, in der man - 30 Meter unter dem Wasserspiegel - Höhlenmalereien findet, die aus der Zeit zwischen 27.000 und 19.000 v. Chr. stammen und Bisons, Pferde, Steinböcke, aber auch Meerestiere wie Seehunde und Pinguine darstellen.
Die Calanque ziehen ganzjährig Touristen an, die das Gebiet auf den zahlreichen Wanderwegen durchziehen. Das schafft teilweise Probleme für die empfindliche Umwelt. Im August sind die Calanques wegen möglicher Brandgefahr für Touristen geschlossen. Ein Nationalpark ist geplant.



