Bohol

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Bohol ist eine Inselprovinz der Philippinen mit der Hauptstadt Tagbilaran und hat etwa 1.014.800 Einwohner.


Inhaltsverzeichnis

Geographie

Bild:BoholPhilippinen.png Bohol ist eine Inselprovinz innerhalb der Visayas, die zusammen mit den anderen beiden Gruppen Luzon im Norden und Mindanao im Süden, den Inselstaat der Philippinen bildet. Es liegt südöstlich von Cebu, südwestlich der Insel Leyte und nördlich von Mindanao. Die Visayas sind aufgeteilt in 3 Regionen Western Visayas, Central Visayas und Eastern Visayas. Bohol gehört zu den Central Visayas (Region VII).

Bohol ist mit einer Fläche von 4.117 km² und eine Küstenlänge von 261 km die zehntgrößte Insel der Philippinen. Die Hauptinsel ist von 70 kleineren Inseln umgeben, deren größte Panglao gegenüber von Tagbilaran City und Lapining im Nordosten sind. Von der Südküste aus kann man das 54 km entfernte Camiguin mit seinem überragenden Vulkan erkennen, das schon zu Mindanao gerechnet wird.

Die Insel ist durchweg hügelig und mit Kalkstein bedeckt. Am Rand der Insel gibt es mittelgebirgsähnliche Bergzüge. Das gesamte Innere ist ein großes Plateau.

Klima

Bohol wird im Gegensatz zu Luzon und dem nördlichen Teil der Visayas äußerst selten von den zerstörerischen Taifunen heimgesucht. Wenn Taifune über die Insel fegen, tun sie dies meist schnell. Zudem haben sie ihre Kraft schon an den Bergketten auf Leyte und Samar verloren.

Von November bis April herrschen "milde" Temperaturen um 28°C und es kommt seltener zu Schauern. Nachts "kühlt" es auf 25°C ab. Der Sommer dauert von Mai bis Juli und bringt höhere Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit mit sich. Für die Zeit von August bis Oktober ist das Wetter unvorhersehbar: Schöne Wochen werden von Regentagen unterbrochen.


Verwaltung

Bohol ist in 47 Gemeinden (municipalities) und eine Stadt unterteilt.

Städte

Mabini

Gemeinden

Bild:BoholDetail.png

  • Alburquerque
  • Alicia
  • Anda
  • Antequera
  • Baclayon
  • Balilihan
  • Batuan
  • Bien Unido
  • Bilar
  • Buenavista
  • Calape
  • Candijay
  • Carmen
  • Catigbian
  • Clarin
  • Corella
  • Cortes
  • Dagohoy
  • Danao
  • Dauis
  • Dimiao
  • Duero
  • Garcia Hernandez
  • Guindulman
  • Inabanga
  • Jagna
  • Jetafe (Getafe)
  • Lila
  • Loay
  • Loboc
  • Loon
  • Mabini
  • Maribojoc
  • Panglao
  • Pilar
  • Pres. Carlos P. Garcia (Pitogo)
  • Sagbayan (Borja)
  • San Isidro
  • San Miguel
  • Sevilla
  • Sierra Bullones
  • Sikatuna
  • Talibon
  • Trinidad
  • Tubigon
  • Ubay
  • Valencia

Sprache und Religion

Die Hauptsprache auf Bohol ist das Boholano, ein Dialekt des Cebuano. Aber auch Englisch und Tagalog werden von vielen Einheimischen verstanden.

Wie auf den ganzen Philippinen sind die meisten Einwohner römisch-katholischen Glaubens, auch andere christliche Glaubensrichtungen wie Protestantismus oder die Iglesia ni Cristo kommen vor.


Geschichte

Seit dem 10. März 1917 ist Bohol unabhängig.


Sehenswürdigkeiten


Bohol mit seinen Stränden und Resorts ist ein begehrtes touristisches Reiseziel. Eine einzigartige Attraktion machen die Chocolate Hills (‘‘Schokoladenhügel‘‘) aus, ein bizarres Gebiet aus 1.268 kegelförmigen Kalksteinhügeln, deren Höhe zwischen 40 und 120 Metern variiert.

Es gibt zwei Erklärungen für diese geologische Formation, die sich über einige Quadratkilometer erstreckt. Fangen wir zunächst mit den einheimischen Legenden an.

Die erste erzählt vom Kampf zweier Riesen, die sich tagelang mit Steinen und Sand bewarfen, bevor sie müde und erschöpft Freundschaft schlossen und die Insel verließen. Aufgeräumt haben sie das Schlachtfeld aber nicht, sonst gäbe heute keine Chocolate Hills. Die zweite ist romantischer. Arogo, ein junger und kräftiger Riese, verliebte sich in Aloya, eine ganz gewöhnliche Sterbliche und Tochter eines Eingeborenenhäuptlings. Ihr Tod brach ihm das Herz und Arogo weinte bitterlich. Der Beweis seiner tiefen Trauer sind die Chocolate Hills, denn die Tränen wurden zu Hügeln.

Die geologische Deutung kann nachweisen, dass sich vor einigen Millionen Jahren das ganze Gebiet in einem Flachwasserbereich befand. Korallen und andere Meeresbewohner lagerten in strömungs- und wachstumsbedingten Bereichen ihre Überreste ab. Nach Absinken des Meeresspiegels, diversen Hebungen und Senkungen des Bodens, bedingt u.a. durch Subduktion und sekundären vulkanischen Ereignissen gelangte das Material an die Oberfläche. Die Erosion begann ihr Spiel und schuf auf diese Weise die beeindruckende Hügellandschaft. Eine recht ähnliche, vollkommen unbekannte und viel kleinere Region existiert auf Negros.

Der Name ergibt sich aus der Abholzung der letzten Jahrhunderte. Seitdem hat sich eine widerstandsfähige Grasvegetation (vermutlich Ilang-Ilang-Gras) breit gemacht, die in der Trockenzeit verdörrt und die Hügel - mit viel Wohlwollen annähernd - schokoladenbraun färbt.

Außerdem ist die Hindanan Küste, der Tuntunan Wasserfall und die Mag-Aso Fälle sehenswert. Die sehenswerte und touristisch intensiv vermarktete Grotte Hinagdanan mit ihrem erfrischenden, unterirdischen See liegt auf Panglao.

Flora und Fauna

Tarsier (tagalog Maomak) gelten als die kleinsten Halbaffen der Welt und sind vermutlich mit den Makis in Madagaskar und auf Sulawesi verwandt, wobei der Philippinische Tarsier noch zu den größten in dieser Familie gehört. Die Koboldmakis erreichen gerade einmal kräftige Doppelfaustgröße und ein Gewicht um 150 g. Die Tarsius syrichta sind nachtaktiv - insbesondere in der Dämmerungszeit - und mit unbeweglichen, großen Augen ausgestattet, die fast ¼ ihres Gesichts ausmachen. Dafür können sie ihren Kopf in beide Richtungen um 180° drehen. Da der Geruchssinn nicht besonders ausgeprägt ist, nutzen sie zusätzlich ihre unabhängig voneinander ausrichtbaren Ohren zur Ortung von Insekten. Sie bewegen sich froschartig von Ast zu Ast (bis zu 3 m Entfernung) springend und können in einer Nacht bis zur 1.5 km zurücklegen. Tagsüber schlafen sie versteckt im Schatten an Baumstämmen und in Astgabelungen. Jegliche Störung, wie z.B. das Aufnehmen für in- und ausländische Touristen zum Fotografieren, stellt für die Tiere Stress dar, zumal sie in ihrer notwendigen Ruhephase gestört werden. In Gefangenschaft verkümmern sie daher und sterben nach wenigen Monaten.

Die Philippine Tarsier Foundation Inc. hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, sie in einem 134 ha großen Reservat zwischen Corella und Sikatanu, 15 km nordöstlich von Tagbilaran am Fuße der Chocolate Hills (s.o.) vor Zugriffen zu schützen. "Vater" dieser Idee ist Carlito Pizzaras, der "Tarsier-Mann von Bohol". Schon vor 40 Jahren, als kleiner Junge, wandte er sich von der üblichen Jagd auf die Koboldmakis ab und begann ihre Gewohnheiten nach und nach zu erforschen.

Wirtschaft

Reis, Zucker, Zuckerrohr, Palay und Getreide sind die landwirtschaflichen Erzeugnisse Bohols.

Mangan, Lehm und Kalkstein kommen in Form von Bodenschätzen vor.


Weblinks

Koordinate: 9° 53' 4" N, 124° 12' 60" Eceb:Bohol



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