Bewegung

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Bewegung (von : biwegen, v. wegen in Bewegung setzen) ist eine Veränderung einer Position bzw. eines Ortes oder einer Situation eines Objektes oder Subjektes.

Inhaltsverzeichnis

Physik und Mathematik

In der Geometrie ist Bewegung ein Synonym für Kongruenzabbildung.

Die Physik definiert Bewegung als einen Prozess indem Materie oder generell Körper im betrachteten Bezugssystem abhängig von der Zeit ihren Ort verändern. Die physikalische Größe, um Bewegung zu messen, ist die Geschwindigkeit. Die zeitliche Änderung der Geschwindigkeit bezeichnet man wiederum als Beschleunigung. Eine Bewegung kann eine Translation, eine Rotation oder beides in Kombination sein.

Ein Körper in Bewegung besitzt Energie, die so genannte kinetische Energie (auch Bewegungsenergie), welche dem Energieerhaltungssatz der klassischen Mechanik gehorcht, solange keine Reibung auftritt.

Der Teilbereich der Physik, der sich intensiv mit Bewegung befasst, ist die Mechanik und insbesondere deren Teilbereiche der Kinematik und der Kinetik.


  • [Zunächst] ging es Einstein in der speziellen Relativitätstheorie in erster Linie um eine besondere Form der Bewegung: die Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit. Erst 1915, rund zehn Jahre später, gelang es ihm, den allgemeineren Fall, die beschleunigte Bewegung, mit Hilfe der allgemeinen Relativitätstheorie zu klären. (Brian Greene: Der Stoff, aus dem der Kosmos ist, ISBN 388680738X, S. 70)

Physiologie und Medizin

Im medizinisch-physiologischen Sinne wird unter Bewegung meist das Gehen, Laufen oder sonstige sich fortbewegen eines Menschen oder anderen Lebewesens verstanden.

Der menschliche Körper ist hierbei dafür gebaut, dass er sich bewegt. Wenn sich Menschen über längere Zeit zu wenig bewegen, so hat dies vielerlei Beschwerden die Folge.

Siehe auch: Bewegungsmangel, Bewegungsapparat, Anatomie, Motorik, Sport, Bewegungswissenschaft, Biomechanik, Bewegungslehre, Bewegungssehen

Psychologie

Eine emotionale Bewegung ist eine Gefühlsbewegung, die man als Ergriffenheit, Rührung, oder auch Erregung umschreiben könnte. Sie führt daher, dass ein Impuls von außen eine Wirkung auf Vorstellungen des Individuums hat und dadurch eine innerliche Veränderung hervorruft.

In der Psychotherapie hilft die Beobachtung der Bewegungen eines Patienten (Gestik, Mimik usw.) dem Therapeuten, Rückschlüsse auf seinen physischen Zustand zu ziehen.

Die Wissenschaft der Psychomotorik, die sich ebenfalls mit Bewegungen befasst, befindet sich im Grenzbreich zwischen Physiologie und Psychologie.

Siehe auch: nonverbale Kommunikation

Sozialwissenschaften

Soziologie und Politologie verstehen unter einer Bewegung ein mehr oder weniger politisch orientiertes gemeinsames Bestreben einer mehr oder weniger organisierten und mehr oder weniger großen Anzahl von Menschen.

Siehe auch: Massenbewegung, Soziale Bewegung, Politische Bewegung

Philosophie

Siehe hierzu Bewegung (Philosophie).



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