Bernward von Hildesheim

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Bernward von Hildesheim (* um 960; † 20. November 1022 in Hildesheim) war Bischof von Hildesheim 993-1022.

Bernward stammte aus dem sächsischen Adel und hatte in der Domschule von Hildesheim eine umfassende Ausbildung erhalten. Seit 977 war er am Hof Kaiser Ottos II. und der Theophanu Verfasser und Schreiber von Herrscherurkunden. Von 987/988 - 993 erzog er König Otto III. und Papst Silvester II.

Seine Amtszeit fällt in die Epoche der Sachsenkaiser, die im Umland Hildesheims ihre familiären Wurzeln hatten und mit Bernward persönlich verbunden waren. In dieser Zeit war Hildesheim eines der Machtzentren des Reiches, und Bernward war entschlossen, seiner Stadt nach dem Vorbild Roms ein dieser Bedeutung angemessenes Gesicht zu geben.

Berühmteste Zeugnisse dieses Bestrebens sind die Bernwardstüren des Hildesheimer Doms (Bronzegüsse mit Szenen der Heilsgeschichte nach dem Vorbild der Holztüren von Santa Sabina in Rom), die Christussäule (Bronzeguss mit Bilderfries der Taten Christi nach dem Vorbild der steinernen Kaisersäulen in Rom) sowie der gewaltige Bau der frühromanischen Michaeliskirche (vollendet nach Bernwards Tod), die der Bischof als Abbild des himmlischen Jerusalem und zugleich als seine Grabeskirche errichten ließ. Diese bernwardinischen Kunstschätze stehen heute auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Bernward baute den Dombezirk mit einer starken zwölftürmigen Mauer (in Teilen erhalten) zur Domburg aus und errichtete im Land weitere Burgen zur Verteidigung gegen die angrenzenden Slawenstämme. Aber auch das innere geistliche Leben seiner Diözese und die Armenfürsorge lagen ihm am Herzen.

Bernward wurde durch Papst Coelestin III. heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 20. November.

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Bild:Commons-logo.svg WikiCommons: Bernward von Hildesheim – Bilder, Videos oder Audiodateien





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