Bernsteinstraße

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Die Bernsteinstraße ist eine Altstraße von der Nord- und Ostsee nach Süden.

Es handelt sich eigentlich um ein ganzes Bündel von Wanderwegen, entlang welcher der berühmte Bernstein in die Alpenländer und ins Römisches Reich gelangte.

Inhaltsverzeichnis

Die Existenz dieser Verkehrswege

sei durch ein Zitat aus der erstgenannten Website erklärt:

Weit entfernt von den Küsten der Ost- und Nordsee wurden im Flachland in der Umgebung der alten Fernhandelswege oder Hauptverbindungswege Lagerstätten von Bernstein gefunden.
Viele der sozialökonomisch am meisten entwickelten Gebiete lagen im Bereich der binnenländischen Bernsteinvorkommen. Deshalb die Annahme, dass schon in der Bronzezeit die Bewohner dieser Regionen den binnenländischen Bernstein gewonnen haben, um damit zu handeln.
Für den urgeschichtlichen Menschen war Bernsteinabbau nur in Oberflächennähe möglich. Die meisten Bernsteinstücke sind als pleistozäne Geschiebe (entstanden im Tertiär) abgelagert worden. Die letzte Kaltzeit sowie das Holozän veränderten den Lageort des Bernsteins mehrfach.

Bekannte Lagerstätten von Bernstein

Mengenangaben der Bernsteingewinnung

Die höchste Gewinnung an der Ostseeküste vor dem 2. Weltkrieg betrug im Jahre 1926 mehr als 499 Tonnen Bernstein. Um 1860 hat ein Fachmann (Oberbergrat Runge) errechnet, dass im Lauf der letzten 3000 Jahre etwa 1,2 Millionen Kilogramm nur durch Auflesen am Strand und Schöpfen (mit Keschern) gesammelt sein müssen. Allein beim Badeort Rauschen im nördlichen Samland wurden 1931 an zwei stürmischen Tagen mehr als 15 Zentner Bernstein geschöpft. (Quellenangabe: Karl Jülicher in der Zeitschrift Pan, April 1982)

Die Handelswege des Bernsteins

Aquileia: Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.) berichtet, dass Bernstein von der Ostseeküste nach Aquileia gebracht worden sei. Die bereits in der Urgeschichte bedeutsame Bernsteinstraße folgt in Niederösterreich der March, überquert bei Carnuntum (die wichtigste Römerstadt um die Zeitenwende, rund 50km östlich von Wien; auch in der Nähe Wiens ist Bernsteinhandel nachzuweisen) die Donau und führt über Ödenburg, den gleichnamigen Ort Bernstein im Burgenland und Laibach über die Passhöhe des Birnbaumer Waldes an die Adria. Südlich der Donau wurde sie als wichtige Verkehrsroute schon im frühen 1. Jahrhundert n. Chr. von den Römern ausgebaut.

Siehe auch: Elektron, Wanderung, Seidenstraße

Die Brenner-Städte

Die Bernsteinhändler haben mit ihrer kostbaren Fracht immer die sicherste Route gewählt. In der Antike hat sich dieser Weg durch Überfällen und Völkerwanderungen mehrmals geändert. Bei gleichwertigen Alternativen wählte man Flußläufe, wobei sich allmählich Karawansereien mit gesicherter Übernachtung gebildet haben.

Man unterscheidet vier Routen. Die drei Landrouten mit ihren Varianten orientieren sich an den grossen Flußläufen:

  • Die Nordseeroute (von und über England)
  • Die östliche, älteste Landroute (Weichsel)
  • Die mitteldeutsche Landroute (Oder und Elbe)
  • Die westdeutsche Landroute (Rhein und Maas)

Details zur Nordseeroute

Das westlichste Bernsteinvorkommen wurde bei Cromer in der Grafschaft Norfolk an der englischen Ostküste entdeckt. Als Zeitraum für den Handel wird 1600 - 600 vor Christus angegeben (Quelle: Das Gold des Nordens, Karl Jülicher, Zeitschrift Pan, April 1982).

Cromer liegt nur wenige Kilometer westlich von einer größeren Zahl Ortschaften Burnham am Meer, die alle innerhalb eines Radius von zwei Meilen an einem natürlichen Hafen Brancaster Bay gelegen haben. Übrig geblieben sind heute: Burnham Thorpe, Burnham Overy, Burnham Norton, Burnham Deepdale, und Burnham Market. (Quelle: das Domesday Book aus 1086)

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