Beinhaus
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Bild:Capela dos ossos parede.jpg Das Beinhaus, auch neulateinisch das Ossarium, die Ossuarien (nach französisch Ossuaire), ist ein überdachter Raum, in dem sich Gebeine der Toten eines Friedhofes befinden, die ausgegraben werden mussten, um Platz für weitere Bestattungen zu schaffen, siehe dazu: Umbettung.
In Lothringen gibt es Beinhäuser beispielsweise in einer zum Friedhof offenen Krypta unter der Kirche von Vintrange (2. Foto) und in Schorbach im Bitscher Land in einem Haus mit offenen romanisch wirkenden Säulenarkaden vor dem Westportal der Kirche.
Vielfach findet man das Beinhaus in Kombination mit einer Friedhofskapelle. Speziell in dieser Form wird das Beinhaus auch als Karner bezeichnet.
Karner ist im österreichischen Raum sowie auch in Bayern der übliche Ausdruck. Dort gibt es bedeutende Beinhäuser in Hartberg und Mistelbach, aus dem 12. Jahrhundert, und in Tulln aus dem 13. Jahrhundert.
Häufig sind Beinhäuser dem Hl. Michael geweiht. Sie können zweistöckig sein oder auch später aufgestockt worden sein. Im oberen Raum befindet sich häufig eine Andachtskapelle.
Inhaltsverzeichnis |
Orte
Karner in Österreich
- Mödling, Bad Deutsch-Altenburg, Pulkau, Hainburg, Pottenstein (Doppelkarner), Tulln an der Donau, Friedersbach, Mistelbach (alle Niederösterreich), Villach, Friesach, Maria Saal (Kärnten), Hartberg, St. Lambrecht (Steiermark), Enns, Hallstatt und Mauthausen (Oberösterreich)
Karner in Bayern
- Chammünster, Perschen, Rottendorf, Roding, Sinzing, Hemau, Breitenbrunn, Beratzhausen, Allersburg, Schorndorf (Oberpfalz), Pfaffenhofen bei Kastl, Staubing bei Weltenburg, Großschönbrunn
Beinhäuser in der Schweiz
Beinhaus in Kutná Hora (1990) |
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Karner in Deinsberg in Guttaring (Kärnten) |
Literatur
W. Westerhoff, Karner in Österreich und Südtirol, 1989.



