Bank für Arbeit und Wirtschaft
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Die Bank für Arbeit und Wirtschaft AG (BAWAG) ist die viertgrößte Bank Österreichs. 1922 wurde sie vom damaligen Bundeskanzler Karl Renner als Österreichische Arbeiterbank gegründet, mit dem Ziel, vor allem "kleinen" Arbeitern günstige Kredite zu verschaffen. 1934 wurde sie vom austrofaschistischen Ständestaat aufgelöst.
Nach dem zweiten Weltkrieg wiedergegründet, erreichte die mittlerweile in BAWAG umbenannte Bank vor allem in den Siebziger-Jahren einen großen Kundenkreis. Im Jahr 2000 kaufte sie von der Republik Österreich die Österreichische Postsparkasse (P.S.K.), die Finanzdienstleistungen über das Filialnetz der österreichischen Post anbietet. Obwohl sie in den vergangenen Jahren mehrere Zukäufe in Zentral- und Osteuropa (Tschechien, Slowakei, Ungarn) und Malta tätigte, liegt der Geschäftsschwerpunkt, im Gegensatz zu anderen österreichischen Banken (BA-CA, Erste Bank), nach wie vor in Österreich. Die BAWAG besitzt jedoch auch branchenfremde Unternehmen, unter anderem den Klavierhersteller Bösendorfer und die Schuhhandelskette Stiefelkönig.
Hauptaktionär war von Anfang an der Österreichische Gewerkschaftsbund ÖGB (70%) gemeinsam mit den Konsum Genossenschaften (30%). Nach der Insolvenz des Konsums 1995 übernahm die Bayerische Landesbank dessen Anteile und erhöhte sie auf 46%. 2004 stieg die BayernLB jedoch aus der BAWAG aus und verkaufte ihre Anteile an den ÖGB, der nun Alleinaktionär der BAWAG ist.
Im Oktober 2005 gewährte die BAWAG dem Phillip Bennet, damals Chef des Derivatehändlers Refco, einen Kredit von über 400 Millionen Euro, nur wenige Tage bevor Bennet wegen Bilanzfälschung verhaftet wurde und Refco Gläubigerschutz anmeldete. Als Sicherung akzeptierte die BAWAG von Bennet etwa 34% Aktien an Refco, ansich schon sehr ungewöhlich. Nach Bekanntwerden des Kredits und der Firmenpleite wurde Kritik am Vergabeverfahren laut. Die Wiener Finanzaufsicht kündigte daraufhin eine mehrwöchige Sonderprüfung an.
Beteiligungen
Die BAWAG P.S.K. hält auch an anderen Unternehmen Beteiligungen:
- Ingebe Medienholding GmbH
- darüber 41,48% an ATVplus
- Bösendorfer (100%)
- Stiefelkönig
- Sparda Bank Wien
- easybank
Weblinks
Pressemeldungen
- Oktober 2005: BAWAG bangt um Kredit in Höhe von 425 Mio. Euro an das US-Brokerhaus en:Refco.
- Bawag-Refco-Affäre derStandard.at-Artikelsammlung
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