Bank Austria Creditanstalt
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Die Bank Austria Creditanstalt AG ist das größte Bankinstitut Österreichs. Die Bank ist seit dem Jahre 2000 im Mehrheitseigentum der HypoVereinsbank, ein knappes Viertel der Aktien ist im Streubesitz (Notierung an der Wiener Börse). Die Bankengruppe ist außerhalb Österreichs im östlichen Mitteleuropa (CEE-Länder) und besonders in Polen über die Tochter Bank BPH aktiv.
Kennzahlen
Basisdaten (Bilanz 2004):
- Bilanzsumme: Eur. 146.516 Mio.
- Eigenkapitalrendite (ROE) 9,7%
- Beschäftigte (Österreich): 10653, insgesamt 29191
- Geschäftsstellen (Österreich) 397, gesamt 1300
- Vorstandsvorsitzender: Erich Hampel
Unternehmensgeschichte
Aus dem Zusammenschluss der Zentralsparkasse, der größten Sparkasse Österreichs, und der zu diesem Zeitpunkt wirtschaftlich etwas angeschlagenen Länderbank, deren Alleinaktionär die Republik Österreich war, entstand 1991 die Bank Austria. Das aus dieser Fusion hervorgegangene Institut war die größte Bank Österreichs, noch vor der Creditanstalt. 1996 beteiligte sich die deutsche WestLB mit 9,1% an der Bank Austria.
Nachdem (nach jahrelanger Diskussion) der 51%-Staatsanteil an der Creditanstalt zur Privatisierung ausgeschrieben worden war, bekam die Bank Austria trotz heftiger politischer Querelen und Interventionsversuche im Januar 1997 den Zuschlag für 1,25 Mrd. Euro. In der Folge führte dieser Verkauf beinahe zu einer Aufkündigung der damaligen Rot-Schwarzen Koalition durch die ÖVP.
Im Gegenzug verkaufte die Bank Austria/AVZ für 8,24 Mrd. ATS (ca. 600 Mio Euro) die Mehrheit an der GiroCredit an die Erste österreichische Spar-Casse (heute Erste Bank AG). Im Februar 1998 verkaufte der Bund sein letztes Aktienpaket an der Creditanstalt, bis September wurden die verbliebenen Aktien in solche der Bank Austria getauscht, die ab diesem Zeitpunkt alleine an der Wiener Börse notierten.
Die bayerische HypoVereinsbank (HVB) übernahm im Jahr 2000 die Bank Austria durch Aktientausch, die Bank Austria (alt) notierte letztmalig im Februar 2001 an der Wiener Börse (letzte Notiz 62 Euro). In Folge tauschten HVB und Bank Austria Beteiligungen aus, wobei die Osteuropa-Beteiligungen überwiegend zur Bank Austria kamen, die west- und außereuropäischen Beteiligungen zur HVB.
Seit der gesellschaftsrechtlichen Verschmelzung der Bank Austria mit der Creditanstalt im Jahre 2002 heißt der Bankkonzern offiziell Bank Austria Creditanstalt AG (BA-CA).
Im März 2003 wurde ein Teilbörsengang der BA-CA beschlossen, die Erstnotiz der Aktie erfolgte im Juli 2003 in Wien. Seitdem hat sich der Wert der BA-CA-Aktie mehr als verdoppelt.
Im Juni 2005 wurde bekannt, dass die italiensche Grossbank Unicredit die HypoVereinsbank übernehme.
Weblinks
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