Banff-Nationalpark
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| Fakten | |
|---|---|
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| Status | Nationalpark Kanada |
| Gründung | 25. November 1885 |
| Lage | Alberta |
| Höhenlage | bis 3.561 m über NN |
| Fläche | 6.641 km² 7,5 mal die Fläche Berlins |
| Besucher | ca. 5 Millionen |
| Besonderheit | Ältester Nationalpark in Kanada |
| Anschrift | Banff National Park Box 900 Banff, AB Tel. (403) 762-1550 |
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Der in der kanadischen Provinz Alberta gelegene Banff-Nationalpark wurde 1885 gegründet und ist damit der älteste Nationalpark Kanadas, der zweitälteste Nordamerikas und drittälteste der Welt. Mit seinen 6.641 km² Fläche gehört er zu den größeren Nationalparks in den kanadischen Rocky Mountains. Seinen Namen trägt der Park nach dem schottischen Banffshire, der Heimatregion zweier Geldgeber der Canadian Pacific Railway, bei deren Bau 1883 eine heiße Quelle in einer Höhle entdeckt wurde. Dort entstand die Ortschaft Banff. Er wurde von der UNESCO zum Welterbe erklärt.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die kanadischen Rocky Mountains sind vor etwa 600 Millionen Jahren durch das Aufeinandertreffen zweier tektonischer Platten entstanden. Dabei wurde der ehemalige Meeresboden nach oben gedrückt.
Die Ureinwohner Kanadas lebten seit etwa 11.000 Jahren in der Gegend des jetzigen Parks.
Die ersten Europäer waren im Auftrag der Royal Geographical Society in der Palliser Expedition unterwegs, um eine Route für die Eisenbahn nach Westen zu suchen. Neben Palliser erforschte auch James Hector das Bow Valley, kam über den „Bow Pass“ und fand auch den Lyell Gletscher. Es gab noch weitere Expeditionen, jedoch wurde die größte Entdeckung erst 1883 beim Bau der Canadian Pacific Railway gemacht.
Während des Baus der Canadian Pacific Railway zeigten die Ureinwohner des Gebietes drei Bahnarbeitern die heiße Quelle mit dem Bassin in der Höhle. Die drei wussten sofort, was sie für einen Schatz entdeckt hatten, konnten sich aber über dessen Ausbeutung nicht einigen. Zwei Jahre später enthob die kanadische Regierung sie dieser Probleme und erklärte zuerst nur eine relativ kleine Region zum Schutzgebiet und am 23. Juni 1887 mit dem „Rocky Mountains Park Act“ zum Nationalpark.
Die Canadian Pacific Railway macht wegen des Parks einen Umweg über den südlicheren und steileren „Kicking Horse Pass“, während die kurz vor dem ersten Weltkrieg fertiggestellte Strecke der Grand Trunk Pacific Railway über den einfacheren „Yellowhead Pass“ nach Jasper führt. In den 1930ern kam noch der Icefields Parkway vom Banff nach Jasper hinzu. Der Highway führt zum Beispiel am Columbia Gletscher und den Athabasca Wasserfällen vorbei. Als letztes wurde der Trans Canda Highway durch den Park gebaut und 1965 fertig gestellt.
Fauna
Im Park leben viele große Tierarten, zum Beispiel Elch, Wapiti, Dickhornschaf, Bergziege, Schwarzbär, Grizzlybär, Luchs, Wolf und Kojote. Zahlreiche Vogelarten nutzen vor allem die im Park befindlichen Vermilion Lakes als Rastplatz.
Sehenswürdigkeiten
- Cave and Basin – Die Höhle mit heißer Quelle und Warmwasserbassin, denen der Park seine Entstehung verdankt
- Sulphur Mountain – 2.285 Meter hoher Berg oberhalb der Ortschaft Banff
- Lake Louise – Wunderschöner Bergsee, der leider von Touristen überlaufen ist
- Chateau Lake Louise – Nobelherberge direkt am See
- Moraine Lake und Valley of ten peaks – Bergsee im Tal vor zehn Gipfeln
- Peyto Lake – Unwirklich türkis schimmernder Bergsee
- Bow River – Fluss, der durch den Nationalpark fließt
- Banff – etwa 6.000 Einwohner zählende Ortschaft, die auf 1.384 Metern Höhe liegt
- Banff Springs Hotel – Nobelherberge, die einem schottischen Schloss nachempfunden wurde
- Icefields Parkway – 231 Kilometer langer Highway von Banff bis Jasper mitten durch die Rocky Mountains
Tourismus
Am Banff-Nationalpark scheiden sich die Geister: Unbestritten liegen in dem Schutzgebiet einige von Kanadas schönsten Landschaften. Doch mit etwa fünf Millionen Besuchern pro Jahr ist die Grenze der Belastbarkeit eben jener Natur erreicht. Oder sogar überschritten, wie einige Naturschützer warnen. Bei anderen Parks, die von einer Flut an Touristen überlaufen zu werden drohen, spricht man schon von einer „Verbanffisierung“.
Zwei Eisenbahnlinien und der vierspurige Trans Canada Highway schlängeln sich ebenfalls durch Teile des Parks. Der Highway ist im Sommer so stark frequentiert, dass sich teilweise Staus bilden und für die Tierwelt bereits Über- und Unterführungen gebaut und an den Rändern Zäune aufgestellt wurden. Nicht nur für die Tiere endet das Zusammentreffen mit dem modernen Autoverkehr oft tödlich. Der Park ist zwar - nach deutschen Maßstäben – riesig, doch ein Großteil dieser Landschaft besteht aus steilen, felsigen Bergen oder ist ganzjährig unter Schnee und Eis begraben, auch ein Grund dafür, dass sich der Tourismus an einigen wenigen Punkten konzentriert.
In dem engen Haupttal des Bow Rivers, das für die Tiere den wichtigsten Lebensbereich darstellt, dehnen sich neben Highway und Zuglinien noch eine Nebenstraße und das 6.000-Einwohner-Städtchen Banff aus. Selbst im Winter gibt es keine Ruhe für die Natur, gilt die Region doch zu Recht als eines der schönsten und schneesichersten Skigebiete der Welt. Banff ist also ein Nationalpark, dem seine eigene Schönheit zum Verhängnis werden könnte.
Siehe auch
Weblinks
| Bild:Commons-logo.svg | WikiCommons: Banff-Nationalpark – Bilder, Videos oder Audiodateien |



