Ayodhya
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
Ayodhya (अयोध्या) ist eine geschichtsträchtige Stadt in Indien mit etwa 80.000 Einwohnern. Die alte Hauptstadt von Awadh (Oudh) liegt in der Provinz Faizabad des Bundesstaates Uttar Pradesh. Ayodhya zählt zu den sieben heiligen Orten des Hinduismus.
Ayodhya-Konflikt
1990 hatte Lal Krishna Advani, ein führendes Mitglied der Indischen Volkspartei (BJP) begonnen, die Errichtung eines Rama-Tempels auf dem Gelände der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Babri-Moschee von Ayodhya zu fordern. Die Begründung war, daß die Moschee auf den Ruinen eines zuvor von Babur zerstörten, großen und wichtigen Hindutempels errichtet worden sei, dem Ram Janmabhumi-Tempel. Dies führte zum von fanatisierten hindunationalistischen Massen durchgeführten Marsch auf Ayodhya und zur Zerstörung der Babri-Moschee am 6. Dezember 1992. Dies wiederum verursachte im ganzen Land Ausschreitungen und Übergriffe zwischen Muslimen und Hindus, mit vielen (zahlenmäßig vorwiegend muslimischen) Todesopfern. Die Ruinen der zerstörten Babri-Moschee sind heute von einem vier Meter hohen Zaun umgeben und werden vom Militär bewacht.
Am 5. Juli 2005 drangen bewaffnete Muslims in den provisorisch errichteten Hindutempel in dem stark bewachten Gelände ein. Fünf Angreifer wurden von Sicherheitskräften getötet, vier Sturmgewehre sicher gestellt.
Literatur
R. Bernbeck/U. Sommer, Politik, Mythos und Archäologie. Ayodhya und der World Archaeology Congress 3. Ethnologisch-Archäologische Zeitschrift 35, 1994, 475-498.
Weblinks
- The Ram Janmabhoomi Mandir (eng.)
- Ayodhya (eng)
- Articles on the Ayodhya Debate (eng.)
- Ayodhya and the Research on the Temple of Lord Rama (eng)
Koordinate: 26° 48' N 82° 12' O



