Axolotl

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Axolotl
Bild:Axolotl.jpg
Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Amphibien (Amphibia)
Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Unterordnung: Salamanderverwandte
(Salamandrida)
Familie: Querzahnmolche (Ambystomatidae)
Gattung: Ambystoma
Art: Axolotl
Wissenschaftlicher Name
Ambystoma mexicanum
Shaw, 1789

Der Axolotl (Ambystoma mexicanum) ist ein mexikanischer Querzahnmolch (Ambystomatidae), der gewöhnlich nur als Larve auftritt. Er gehört zu den Amphibien, die auf der Erde seit ca. 350 Millionen Jahren unverändert vorkommen.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft

Der Name „Axolotl“ entwickelte sich aus dem Wort „Atl“ (für Wasser) und dem Götternamen „Xolotl“ in der Aztekensprache Náhuatl.

Vorkommen

In freier Wildbahn ist er ausschließlich im Xochimilco-See und wenigen weiteren kleinen Seen in der Nähe von Mexiko-Stadt beheimatet. Der Bestand des Axolotl ist dort gefährdet.

Merkmale

Die jungen Axolotl erreichen gewöhnlich die Geschlechtsreife mit ein bis zwei Jahren, ohne vorher die bei anderen Amphibien übliche Metamorphose durchlaufen zu haben (Neotenie). Axolotl leben also wie Fische ihr ganzes Leben unter Wasser.

Das Tier ist gewöhnlich etwa 20–25 cm lang und hat einen kräftigen, seitlich stark abgeflachten Schwanz mit leicht ausgeprägten Schwimmhäuten. Es ist recht plump mit einem breiten Kopf, der vor allem vom Maul beherrscht wird. Am Hals sitzen mehrere Büschel-Kiemen.

Gewöhnlich sind Axolotls braun oder grau mit dunklen Flecken, es gibt aber auch eine gezielt gezüchtete weiße Albinoform mit rot leuchtenden Kiemen, die bei Haltern beliebt ist, in freier Natur allerdings nicht sehr häufig vorkommt.

Bei Gabe von bestimmten Hormonen verwandter Molcharten, oder Erhöhung des Jodgehaltes im Umgebungswasser, und seltener auch in der freien Natur, kann sich aus dem Axolotl eine an Land lebende Form ohne Kiemen entwickeln, die allerdings früher stirbt als die normale Form. Im Normalfall werden Axolotls 10–15 Jahre alt, der Rekord liegt bei 25 Jahren.

Bedeutung für die Forschung

Aufgrund seiner regenerativen Fähigkeiten ist der Axolotl ein für die Wissenschaft äußerst interessantes Forschungsobjekt. Der Axolotl (ausgenommen die Landform) kann innerhalb weniger Monate verlorene Gliedmaßen vollständig und narbenlos regenerieren (wiederherstellen). Das Gleiche gelingt ihm auch mit ganzen Organen, wie zum Beispiel mit dem Herz und sogar mit Teilen des Gehirns. Das Interesse der Forscher gilt den chemischen Mechanismen, die diese Regenerierung ermöglichen. Man hat die Hoffnung, eines Tages die entsprechende Chemie auch bei durch Unfälle verstümmelten Menschen wieder „wecken“ zu können.

Zu diesem Forschungsansatz siehe auch Strudelwürmer.

Ernährung

Der Axolotl ernährt sich von kleinen wirbellosen Tieren, schnappt aber nach allem, was sich bewegt, weshalb er nicht mit anderen Tieren (außer erwachsenen Artgenossen) zusammen gehalten werden kann. Im Aquarium kann man ihn mit Schweineherz füttern, das immer vor die Nase gehalten werden muss.

Haustierhaltung

Alle Farbvarianten sind beliebte Tiere im Aquarium, wo sie auch mit Frostfutter und Futtertabletten gefüttert werden können. Anders als gewöhnliche Amphibien benötigen sie keinen Landteil. Die Zusammenhaltung mit größeren Fischen ist problematisch, da diese den Axolotl gern in seine Kiemen beißen.

Zur artgerechten Haltung muss unbedingt ein Kühlaggregat zum Einsatz kommen, da Zimmertemperatur für den Axolotl zu warm ist und ihn unter Dauerstress setzt. Die ideale Wassertemperatur liegt im Normalfall bei 17–18 °C; erkrankte Axolotl gesunden am besten, wenn die Temperatur vorübergehend bis auf 10 °C abgesenkt wird, was ungefähr der Wintertemperatur ihrer Heimatseen entspricht. Ohne Kühlung können Axolotl im Sommer schnell an Pilzen eingehen. Axolotl leben hauptsächlich am Beckenboden, was beim Entwurf des Aquariums berücksichtigt werden sollte. Aquarien-Axolotl stammen heute ausschließlich aus der Nachzucht in Gefangenschaft, da die Entnahme aus ihren Heimatseen inzwischen streng verboten ist. Früher waren sie dort häufig und wurden von den Azteken auch als Lebensmittel sehr geschätzt. Eine Nachzucht ist möglich, aus einem realtiv umfangreichen Laich können unter guten Bedinungen 2 bis 3 Axolotl hervorgehen. Aus den befrüchteten Eiern bilden sich viele Kaulquappen-ähnliche Jungtiere. Sie werden mit Urzeitkrebsen gefüttert.

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