Augenmuskeln

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Bei den Augenmuskeln der Säugetiere unterscheidet man die inneren von den äußeren Augenmuskeln.

Inhaltsverzeichnis

Innere Augenmuskeln

Die inneren Augenmuskeln sind

Die inneren Augenmuskeln bestehen aus glatter Muskulatur und werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert.

Äußere Augenmuskeln

Bild:Eyemuscles.jpg Die äußeren Augenmuskeln bewirken die Bewegung des Auges in alle Richtungen. Sie bestehen aus quergestreifter Muskulatur und werden von 3 verschiedenen Hirnnerven innerviert. Man unterscheidet 5 gerade und 2 schiefe Augenmuskeln. Sie entspringen alle innerhalb der knöchernen Augenhöhle und setzen an der Sclera des Augapfels an. Diese Augenmuskeln haben ein komplexes Zusammenspiel und sorgen dafür, dass das Gesichtsfeld bei Veränderungen der Kopfhaltung stabilisiert bleibt.

Musculus rectus superior

Musculus rectus superior ("oberer gerader Muskel", bei Tieren als Musculus rectus dorsalis bezeichnet) enspringt am Sehnerv und liegt dem Augapfel oben auf. Er bewegt die Augenachse nach oben und etwas nach innen. Er wird vom Nervus oculomotorius innerviert.

Musculus rectus inferior

Der Musculus rectus inferior ("unterer gerader Muskel", bei Tieren als Musculus rectus ventralis bezeichnet) entspringt am Anulus tendineus communis und setzt an der unteren Augapfelfläche vor dem Äquator an. Er liegt dem Augapfel unten auf und bewegt die Augenachse nach unten, etwas nach innen und rotiert den oberen Augenpol etwas nach außen. Er wird vom Nervus oculomotorius innerviert.


Musculus rectus medialis

Der Musculus rectus medialis ("zur Mitte gelegener gerader Muskel") entspringt am Sehnerv und liegt dem Augapfel innen auf. Er bewegt die Augenachse nach innen (zur Nase hin) und hat zusätzlich eine leicht hebende und senkende Wirkung. Er wird vom Nervus oculomotorius innerviert.

Musculus rectus lateralis

Der Musculus rectus lateralis ("seitlicher gerader Muskel") entspringt am Sehnerv und liegt dem Augapfel seitlich auf. Er bewegt die Augenachse nach außen, zudem hat er auch eine gering hebende und senkende Wirkung. Er wird vom Nervus abducens innerviert.

Musculus retractor bulbi

Der Musculus retractor bulbi ("Zurückzieher des Auges") fehlt dem Menschen, ist aber bei den übrigen Säugetieren ausgebildet. Er liegt manschettenartig um den Sehnerv und innerhalb der Musculi recti. Er besitzt vier funktionelle Anteile, die den Augapfel, wie die einzelnen Rectus-Anteile, bewegen und entsprechend innerviert werden.

Musculus levator palpebrae

Der Musculus levator palpebrae verläuft über dem Musculus rectus superior und ist der Lidheber. Er führt agonistische Bewegungen mit dem Musculus rectus superior aus, sodass sich das Lid beim Aufblick hebt und beim Abblick senkt

Musculus obliquus superior

Der Musculus obliquus superior ("oberer schiefer Muskel", bei Tieren als Musculus obliquus dorsalis bezeichnet), entspringt ebenfalls am Sehnerv. Er verläuft in der oberen, nasenseitigen Wand der Orbita und wird dann durch einen Rollknorpel (Trochlea) nach außen abgelenkt. Er verläuft unter dem oberen geraden Muskel hindurch und setzt oben-seitlich (dorsolateral) am Augapfel an. Er wird vom Nervus trochlearis innerviert. Seine Hauptfunktion ist die Rotation des Auges nach innen, weiters senkt der das Auge in Adduktion (nach innen ziehend) und hat zudem noch eine gering abduzierende (nach außen ziehend) Wirkung

Musculus obliquus inferior

Der Musculus obliquus inferior ("unterer schiefer Muskel", bei Tieren als Musculus obliquus ventralis bezeichnet) entspringt am Tränenbein (Os lacrimale), im unteren nasenseitigen Bereich der Orbita. Er verläuft unter dem unteren geraden Muskel nach außen und endet ventrolateral an der Sklera. Er wird vom Nervus oculomotorius innerviert. Seine Hauptfunktion ist die Rotation des Auges nach außen, sowie die Hebung in Adduktion und eine gering abduzierende Wirkung.

Siehe auch

Strabismus - Horner-Syndrom- Enophthalmus



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