Atoll
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Ein Atoll ist ein ringförmiges Korallenriff, das eine Lagune umschließt. Das Wort Atoll leitet sich von atolhu ab, dem entsprechenden Begriff in der maledivischen Sprache (Dhivehi).
Entstehung
Schon Charles Darwin machte sich Gedanken zur Entstehung von Atollen. Nach seiner Theorie entstehen Atolle aus Saumriffen, die um eine Vulkaninsel herum entstehen. Die Insel kann im Laufe der Zeit im Meer versinken, sei es durch Erosion oder weil der Meeresboden absinkt bzw. der Meeresspiegel steigt, wobei das Riff weiter nach oben wächst. Am Ende reicht nur noch das Riff bis an die Wasseroberfläche und bildet einen Ring aus kleinen Inseln.
Eine andere Theorie von Hans Hass kommt dagegen ohne Vulkane aus. Nach ihr bilden sich Atolle aus kegelförmigen Riffen, bei denen die Korallen im Zentrum wegen ungenügender Wasserversorgung absterben und nur die Korallen am Rand weiterwachsen, so dass ebenfalls eine ringförmige Struktur entsteht.
Atolle kommen hauptsächlich in der Südsee und im Gebiet der Malediven vor. Die Bewohner vieler Atolle sind aufgrund des befürchteten Anstiegs der Meeresspiegel infolge der globalen Erwärmung um ihre Lebensgrundlage besorgt. Auch die wegen der dünner werdenden Ozonschicht zunehmende UV-Strahlung steht im Verdacht, das Wachstum der Korallen zu stören. Die stetig ansteigende CO2-Konzentration in der Atmosphäre bewirkt darüber hinaus eine Übersäuerung des oberflächennahen Meerwassers. Das Kohlendioxid löst sich im Meerwasser zu Hydrogencarbonat, welches den Kalk angreift, der dem Riff die Stabilität verleiht.



