Atlantischer Stör
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| Systematik | ||||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
| Acipenser oxyrinchus oxyrinchus | ||||||||||||||
Der Atlantische Stör (Acipenser oxyrinchus oxyrinchus) ist ein Knochenfisch aus der Gattung der Störe (Acipenser).
Diese Störart kam ursprünglich aus Übersee und war an der Atlantischen Küste Nordamerikas heimisch. Mit dem Golfstrom verbreitete sich der Stör vor cirka 1200 bis 800 Jahren auch in Europa. Die kleine Eiszeit im 16. bis 19. Jahrhundert begünstigte die Verbreitung des Atlantischen Stör´s und verdrängte nach und nach den Baltischen Stör, der etwas wärmere Gewässer bevorzugt.
Heimisch wurde der Atlantische Stör in Nord- und Ostsee sowie an der Atlantikküste Europas wo er Flüsse wie Elbe, Oder, Weichsel oder auch den Rhein hinauf schwimmt um dort zu laichen. Die wachsende Umweltzerstörung, Flussbegradigung, Schiffahrt und Überfischung rotteten den Stör in Deutschland überall aus.
Ursprünglich hielt man den Atlantischen Stör in Europa für einen Europäischen Stör bis jedoch genetische Untersuchungen die Zugehörigkeit aller in Museen verwahrten Störe zur Art des Atlantischen Störs bewiesen.
1993 wurde in Deutschland der letzte Stör mehr oder weniger zufällig von einem Fischer gefangen und illegal verkauft. Schliesslich landete er in der Kantine des Bundesinnenministeriums, wo er verzehrt wurde.
Der Atlantische Stör benötigt cirka 13 bis 18 Grad warmes Wasser und fand daher in den mit dem Atlantik verbundenen Gewässern Europas gute Lebensbedingungen.
Er wird cirka 1 bis 4 Meter lang und kann bis zu 400 kg wiegen, allerdings muss er dann auch ein entsprechendes Alter aufweisen, sodaß derart große Exemplare weltweit nur noch selten zu finden sind. Die Farbe reicht von bräunlich-grün bis blauschwarz. Die Seiten sind heller gefärbt. Der Atlantische und der Europäische Stör sehen sich ausgesprochen ähnlich und sind wohl nur von Experten unterscheidbar. Die Nahrung wird durch Gründeln im Flussboden aufgenommen. Sie besteht hauptsächlich aus Ringelwürmern (Annelida) (Aphrodita, Tubifex, Nephthys, Stylaroides), Weichtieren, Krebsen (Garnelen, Strandkrabben, Flohkrebsen) sowie Mückenlarven und kleinen Fischen.
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Wiederansiedlungsprogramme
Wiederansiedlungsprogramme waren ursprünglich für Nord- und Ostsee geplant. Im letzten Jahr wurden dazu 20 geschlechtsreife Störe vom kanadischen St. Andrews importiert. Sie sollten den Stör in der Ostsee wieder ansiedeln helfen. Mit der Aussetzung im unteren Odertal soll 2006 begonnen werden. Geleitet wird das Programm vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin. Eine erfolgreiche Wiederansiedlung würde den Stör langfristig auch wieder für eine begrenzte Fischerei interessant machen. Allerdings dürften noch Jahrzehnte vergehen, bevor man hier ernsthaft daran denken kann. Immerhin, die FDP machte sich schon Gedanken um eine künftige Aquakultur und beschäftigte damit den Bundestag.
Nessi und der Stör
Eine kleine Kuriosität am Rande sei hier noch erwähnt. Der schottische Naturforscher Adrian Shine, Koordinator des wissenschaftlichen „Loch Ness and Morar Project“ und Designer einer multimedialen „Nessie“-Ausstellung in Drumnadrochit, wies 1993 in der Zeitschrift „Scottish Naturalist“ darauf hin, dass die Sichtungen von „Nessie“ teilweise auf Störe zurückgeführt werden könnten. Solche mehr als 3 Meter langen und durch ihre Kielschuppen auf dem Rücken etwas an den Schuppenkamm einiger Reptilien erinnernde Fische dringen in britische Flüsse ein, um dort zu laichen. Wenn überhaupt, käme auch hier nur ein Atlantischer Stör in Frage, allerdings beantwortet das nicht die Frage ob Nessie überhaupt existiert.
Der Mega-Stör
Der bisher größte Stör der Welt wurde in Russland gefangen und war mehr als 8 Meter lang. Sein Alter wurde auf über 200 Jahre geschätzt. Weiteres dazu unter Russischer Stör.
Stör - Fälle
In den letzten Jahren wurden exotische Störarten und bastardisierte Störe für Teichzuchten verkauft. Würden diese Störe ausgesetzt, würde die Kreuzung mit den wenigen Nachzuchten die Wiederansiedlung gefährden. Für Angler gilt: Fangen sie einen Stör, so melden Sie sich bitte bei der Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V., die ein Fangprotokoll online bereit hält und Ihnen mit Rat und Tat weiter helfen wird. Für den Fang werden die Angler nach LEBENDGEWICHT entschädigt. Der Stör steht unter Naturschutz. Sämtlicher Handel von in Deutschland gefangenen Stören ist illegal.
Siehe auch: Systematik der Knochenfische
Weblinks
- Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V.
- Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei / Prof. Dr. F. Kirschbaum
- Bundesamt für Naturschutz / Dr. Henning von Nordheim
- Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit



