Atahualpa
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| Bild:Disambig-grau.png | Dieser Artikel behandelt den Inkaherrscher Atahualpa. Für den argentinischen Musiker, siehe Atahualpa Yupanqui. |
Bild:Atahualpa.jpg Atahualpa (* nach 1500; † 29. August 1533 in Cajamarca) war ein Herrscher des Inkareiches. Er war der Sohn des Inka Huayna Cápac und der Tochter des letzten Fürsten Quito. Noch vor seinem Tod 1527 entschied Huayna Cápac, dass das Inkareich geteilt und von Atahualpa sowie seinem anderen Sohn Huáscar geführt werden sollte. Die Zweiteilung des Reiches führte zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den beiden Brüdern. 1532 stürzte Atahualpa seinen Stiefbruder Huáscar in Cuzco und nahm ihn gefangen.
Im April 1532 landete Francisco Pizarro an der peruanischen Küste. Bereits einige Jahre davor wurden die Inka von neuartigen Krankheiten (Pocken und Masern) heimgesucht, die sich über Mittelamerika nach Süden ausbreiteten und tödlich verliefen. Pizarro fand kein starkes Reich vor, sondern einen Staat, der in einem Nachfolgekrieg zwischen den Brüdern Atahualpa und Huáscar verstrickt war. Dieser Bürgerkrieg erschütterte die Grundfesten des Reiches und die Unzufriedenheit der unterworfenen Völker beschleunigte den Zusammenbruch.
Atahualpa unterschätzte die Gefahr, die von der Ankunft der Spanier ausging, obwohl er sich durch Boten über die neuen Waffen (Gewehre, Kanonen, Rüstungen und Pferde) informiert hatte. Am 15. November 1532 wurden sie von Atahualpa in Cajamarca freundlich empfangen. Die etwa 150 Gefährten Pizarros nutzten die Situation, nahmen Atahualpa gefangen und richteten an seinen 20.000 Kriegern ein Blutbad an. Die Angriffe der Spanier trafen die Inka, die die Taktik des Hinterhaltes nicht kannten, unvorbereitet. Den Waffen aus Stahl hatten sie mit ihren Rüstungen aus Leder und Baumwolle nichts entgegenzusetzen. Sie kannten keine Pferde, auf denen die Angreifer ritten. Für sie waren es monströse Geschöpfe aus einer anderen Welt. Meist versuchten sie ohne jegliche Verteidigung zu fliehen.
Atahualpa wollte sich nach seiner Festnahme durch die Spanier freikaufen, indem er einen Raum mit Gold und Silber füllen ließ. Der Wert dieses Schatzes wird auf einen heutigen Gegenwert zwischen 25 und 45 Millionen Euro geschätzt. Atahualpa wurde als Marionette der Spanier im Amt belassen und behielt seine Befehlsgewalt weitgehend. So ließ er - ohne Kenntnis der Spanier - seinen Bruder, der in Cuzco in Gefangenschaft saß, umbringen. Atahualpa wurde - in Abwesenheit von Pizarro - wegen verschiedener Delikte veruteilt. Dabei wurde ihm auch die Tötung seines Bruders vorgeworfen. Er hätte auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden sollen, ließ sich kurz zuvor von dem Dominikaner Vincente de Valverde taufen und wurde am 29. August 1533 durch Erdrosselung hingerichtet. Als Nachfolger wurde Häuptling Manco Cápac II. eingesetzt. Das führerlose Volk der Inka leistete immer weniger Widerstand, und die unterworfenen Stämme schlugen sich auf die Seite der Eroberer in der Hoffnung, dadurch eine Unhabhängigkeit zu erreichen. Am 15. November 1533 erreichte Pizarro die Hauptstadt Cuzco, die ihm ohne nennenswerten Widerstand übergeben wurde.
Die letzten Inka leisteten unter Túpac Amaru von der Bergfestung Vilcabamba aus noch bis 1572 Widerstand. Der Legende nach soll sich der fliehende Inka-Adel anschließend in die verborgene Stadt Paititi zurückgezogen haben.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Atahualpa |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Herrscher des Inkareiches |
| GEBURTSDATUM | nach 1500 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | 29. August 1533 |
| STERBEORT | Cajamarca |



