Atacama

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Atacama (Region III)
Bild:Atacama2.jpg
Bild:ChileRegionAtacama.png
Regionen Chiles
Hauptstadt Copiapó
Provinzen Chañaral (c. Chañaral)

Copiapó (c. Copiapó)
Huasco (c. Vallenar)

Ministerpräsident Rodrigo Rojas Veas
Fläche

  - Total
  - in %

- 4. Platz in Chile

- 75.176,2 km²
- 16,65%

Einwohner

  - Censo 2002
  - Einwohnerdichte

- 11. Platz in Chile

- 254.336
- 3,38 Einwohner/km²

Wirtschaftskraft

 • Total
 • Pro Kopf


US$: 3.100.000.000
US$: 10.600

ISO 3166-2 CL-AT

Die Atacama gilt als die trockenste Wüste der Erde. Sie liegt in Südamerika im Norden Chiles und grenzt im Westen an den Pazifik, im Norden an Peru und im Osten an Bolivien und Argentinien.

Die Atacama liegt im Regenschatten der Anden; etwaige Ostwinde sind trocken und bringen keine Niederschläge. Nahe der Küste verhindert eine kalte Meeresströmung, der Humboldtstrom, die Entwicklung von Regenwolken, so dass, anders als weiter nördlich oder südlich, kein Steigungsregen fällt. Das kalte Meerwasser bedingt allerdings, dass die Atacama kühl ist und insbesondere in Küstennähe oft Nebel vorherrscht. Durch die Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño, das mit einem Zurückbleiben des Humboldtstromes einhergeht, kommt es relativ regelmäßig im Abstand von etwa 6-10 Jahren zu heftigen Niederschlägen. Diese führen dann für einen kurzen Zeitraum zum Erblühen der Wüste.

Die Atacamawüste ist etwa 15 Millionen Jahre alt und ungefähr 50 mal trockener als z.B. der Death Valley in den USA.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bild:Guanacos-001.jpg Bild:ValleLuna-002.jpg Die Atacama ist trotz ihrer Wasserarmut schon früh besiedelt worden. Die Völker der Atacameños, der Aymara, der Chinchorros und der Diaguitas lebten um die spärlichen Oasen.

Danach wurde das Gebiet Teil des Inkareiches. Im Jahr 1536 erreichte Konquistador Diego de Almagro als Erster der Gegend um Copiapó. Nach dem Zerfall der Inka-Herrschaft kam die Wüste unter spanische Herrschaft. Die Unabhängigkeitsbestrebungen der südamerikanischen Staaten ließen die Atacama an Bolivien fallen.

1832 wird in Chañarcillo (50 km südlich von Copiapó) eine große Silberlagerstätte entdeckt, damit wird Chile zu einem der größten Silberproduzenten der Welt für Jahrzehnte.

Nach dem um die reichen Nitratvorkommen der Wüste geführten Salpeterkrieg (1879 - 1884), den Chile mit britischer Ermutigung und Hilfe gegen Peru und Bolivien für sich entschied, konnte Chile sein Territorium auf Kosten Perus und Boliviens erheblich nach Norden erweitern. Bis dahin war die heutige Región de Atacama die nördlichste Provinz Chiles. Der Verlust des Zugangs zum Pazifischen Ozean stellt bis heute einen erheblichen diplomatischen Konfliktpunkt zwischen Chile und Bolivien dar.

1916 begann die Ausbeutung der Kupferlagerstätten bei Potrerillos.

Geographie Atacama (Region)

Die Región de Atacama bildet ist Region III innerhalb von Chile. Sie ist relativ dünn besiedelt.

Provinz Hauptstadt Prov. Kommune Bild:Atacama Comunas.png
Chañaral Chañaral 1 Chañaral
2 Diego de Almagro
Copiapó Copiapó 3 Caldera
4 Copiapó
5 Tierra Amarilla
Huasco Vallenar 6 Alto del Carmen
7 Freirina
8 Huasco
9 Vallenar

Die wichtigste Städte sind:

Die Region III besitzt mehrere Nationalparks:

In der Region liegen die höchsten Berge Chiles, der Ojos del Salado (6.893 m), Cerro Tres Cruces (6.753 m) und der Incahuasi (6.621 m). Der höchste Punkt Chiles ist der erloschene Vulkan Ojos del Salado. Er liegt im Nevado Tres Cruces (Nationalpark).

Wissenschaftliche Nutzung

Aufgrund des extrem trockenen Wüstenklimas sind mehrere große Sternwarten auf den Bergen in der Wüste errichtet wurden. Die Sternwarten La Silla und Las Campanas liegen rund 50 km südlich von Vallenar. Auf dem Berg Cerro Paranal - 120 km südlich der Hafenstadt Antofagasta - hat die Europäische Südsternwarte das Very Large Telescope errichtet. Weitere Teleskope sind das auf der Chajnantor-Hochebene liegende Atacama Large Millimeter Array und das Atacama Pathfinder Experiment.

Die USA nutzten die Atacamawüste zum Testen einiger ihrer Marssonden.

Interessant sind auch die Atrapanieblas, Netze in der Küstennebel an Berghängen in der Atacama auffangen wird und zur Wassergewinnung dient. In Chile laufen hier mehrere Pilotprojekte dazu.

Wirtschaft

Heute bilden die Vorkommen von Kupfer, Silber und Gold eine Wirtschaftsgrundlage Chiles.

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