Aroideae

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Aroideae
Bild:Arum maculatum.jpg
Systematik
Abteilung: Bedecktsamer
(Magnoliophyta)
Klasse: Einkeimblättrige (Liliopsida)
Unterklasse: Froschlöffelähnliche
(Alismatidae)
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Aronstabgewächse (Araceae)
Unterfamilie: Aroideae
Wissenschaftlicher Name
Aroideae

Die Aroideae sind eine Unterfamilie der Aronstabgewächse (Araceae), aus der Klasse der Einkeimblättrigen (Liliopsida). Zu dieser Unterfamilie gehören circa 2670 Arten in 70 Gattungen. Ihr Vorkommen umfasst fast die ganze Erde, die meisten Arten kommen jedoch in den Tropen vor.

Inhaltsverzeichnis

Namensgebung

Die Namensgebung bezieht sich auf den Blütenkolben und wird mit Aaron in Zusammenhang gebracht: Altes Testament, Zitat (2. Mose 7, 10): Und Aaron warf seinen Stab vor den Pharao und vor seine Knechte hin, und er ward zur Schlange.

In Mitteleuropa verbreitet

In Mitteleuropa kommt nur die Gattungen Aronstab (Arum) natürlich vor, die Dreizählige Pinellie (Pinellia ternata) ist aus Botanischen Gärten verwildert.

Nutzpflanzen

Weitere bekannte Gattungen der Aroideae sind der Baumfreund (Philodendron), die Dieffenbachien (Dieffenbachia) und Syngonium podophyllum, die beliebte Zimmerpflanzen mit dekorativen Blättern sind.

Eine Reihe von Aroideae spielen im Zierpflanzenbau und in der Floristik eine große Rolle als Schnittblumen, ein Beispiele ist Kalla (Zantedeschia).

Eine wichtige Nutzpflanze ist der Taro (Colocasia esculenta), dessen stärkehaltige Knollen genutzt werden.

Beschreibung

Die Aroideae sind meistens krautartige Pflanzen, seltener strauch- oder baumförmig. Zahlreiche Arten sind Epiphyten oder Kletterpflanzen. Die Blüten sind häufig klein und unscheinbar und zu einem kolbigen Blütenstand vereinigt, der von einem Hochblatt (Spatha) umschlossen wird. Die Früchte sind meistens Beeren.

Einzelne Arten

Im Frühjahr kann man die Pfeilblätter des Gefleckten Aronstabs (Arum maculatum) im Laubwald entdecken. Der bräunliche Kolben (Spadix) verströmt einen muffigen, urinartigen Geruch, den manche Insekten unwiderstehlich finden. Reusenhaare an der Einschnürung im unteren Drittel verhindern ein vorzeitiges Entkommen der Insekten. Erst nachdem ausreichend Pollen von den männlichen auf die weibliche Aronstabblüten gelangt sind öffnet sich das Gefängnis wieder. Eine erfolgreiche Bestäubung zeigt sich im Spätsommer durch die Fruchtstände mit knallroten Beeren. Einen ähnlichen Bestäubungsmechanismus besitzt Sauromatum venosum, die Eidechsenwurz.

Zu den Aroideae zählt unter anderem auch die Pflanze mit dem grössten Blütenstand der Welt, die aus Sumatra stammende Titanenwurz (Amorphophallus titanum). Die Blüte stinkt unangenehm nach Aas, wovon sich Aaskäfer unwiderstehlich angezogen fühlen.

Als Besonderheit haben die Araceen mit ihrer alternativen Atmungskette eine Möglichkeit entwickelt Wärme im Spadix zu produzieren. Diese Wärmeentwicklung nutzt z.B. der Aronstab dazu die Blütendüfte (Aasgeruch) besser zu verflüchtigen und damit Insekten anzulocken.

Gattungen

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