Archäozoon

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Bild:Phasianus colchicus 4 tom (Marek Szczepanek).jpg Bild:Mus Musculus-huismuis.jpg Als Archäozoon (pl. Archäozoen) bezeichnet man ein wild lebendes Tier, das mit direkter oder indirekter menschlicher Unterstützung vor 1492 in ein Gebiet gelangt ist, in dem es zuvor nicht heimisch war. Dabei ist in der Regel eine größere räumliche Ausbreitungsbarriere zu überwinden. Der analoge Begriff, der bei Pflanzen Verwendung findet, ist Archäophyt. Bei Pilzen spricht man von Archäomyceten.

Das Jahr 1492 wird allgemein als Trennlinie zwischen Archäozoen und Neozoen angelegt, da ab dem Zeitpunkt, ab dem Christoph Columbus mit der Santa Maria auf den Antillen anlegte, ein Austausch von Menschen, Tieren und Güter begann, der in seiner Dimension ohne historisches Beispiel ist.

Während es zahllose Beispiele für Archäophyten gibt, sind die Beispiele für Archäozoen spärlicher. Vor 1492 nach Mitteleuropa durch den Menschen gelangte Tierarten sind aber beispielsweise das Heimchen (Achaeta domestica), die Hausmaus (Mus musculus), der Fasan (Phasianus colchicus) und die Hausratte (Rattus rattus)

Literatur

  • Ingo Kowarik; Biologische Invasionen - Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, 2003, ISBN 3-8001-3924-3


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