Altimeter

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Ein Altimeter (von lat. altus: hoch) oder Höhenmesser ist ein Gerät, mit dem die Höhe eines Objekts über einer definierten Ebene oder Referenzfläche gemessen wird. Die Höhenmessung kann barometrisch, mit Schall oder mit Mikrowellen erfolgen. Daher wird der Begriff in verschiedensten Anwendungen und technischen Gebieten verwendet:

Inhaltsverzeichnis

Bergsteigen, Wandern, Orientierungslauf

Bild:Hoehenmesser 1.jpg Solche Altimeter sind Barometer, die statt des Luftdrucks die Höhe über Meereshöhe anzeigen. Meist macht der Zeiger 1 Umdrehung pro 1000m; der km-Wert erscheint in einem kleinen Fenster (üblicher Meßbereich 5 oder 8 km). Die Genauigkeit beträgt 2-20 Meter, wenn eine korrekte Ausgangshöhe oder der Druck im Meeresniveau (Geoid) eingestellt wurde.

Geodäsie, Navigation

Instrumente wie oben, aber genauer. Durch Kalibrieren mittels Temperatur oder Druckgradient sind Genauigkeiten bis zu einigen Dezimetern möglich.

Digitale Altimeter

Digitale Altimeter werden bei obigen Anwendungen häufiger. Sie zeigen auch Höhendifferenzen, Maximalwerte oder den zeitlichen Verlauf von Höhenprofilen.

Nautik

Tiefenmessung mit Schall oder Ultraschall. Details siehe Echolot und Sonar.

Luftfahrt

Bild:Altimeter.png Höhenmessung wie unter (1), aber Messbereich bis 15 km und Skala seit 1945 meist in Fuß statt Meter (1ft = 0,3048 m) (nur in Russland, in Frankreich und in Segelflugzeugen wird die Höhe in Metern angegeben). Die Flughöhen in Luftstraßen sind in 100 ft (30,4 m) Schritten gestaffelt und werden als Flugflächen bezeichnet. Oberhalb der Übergangshöhe werden die Höhenmesser auf Standardatmosphäre, d.h. 1013,2 HPa oder 29,92 inch eingestellt. Durch Einstellen des QNH (aktueller Luftdruck auf Meeresniveau) erhält man absolute Höhen, mit dem QFE die Höhe über dem Flugplatz. Zusätzlich gibt es in alle Flugzeugen Variometer für die Anzeige der Steig- und Sinkgeschwindigkeit. Größere Flugzeuge haben meist 3 Altimeter (Grob- und Feinhöhenmesser und einen Funkhöhenmesser). Die Radar- bzw. Funkhöhenmesser arbeiten mit Mikrowellen und Laufzeitmessung bzw. linearer Frequenzmodulation. Die resultierende Höhe gilt über Grund, ist also noch mit Karte oder digitalem Geländemodell (DGM) auf Meereshöhe umzurechnen. -- Durch Vergleich von Druck- und Funkhöhenmesser kann man Hoch- und Tiefdruckgebiete orten und die Abdrift durch Seitenwind berechnen (Meteorologische Navigation). Die Flughöhe wird jedoch stets nach der barometrisch ermittelten Höhe eingehalten.

Siehe auch: Luftdruckmessung in der Luftfahrt

Satellitengeodäsie

Durch Laufzeitmessung von Mikrowellen in Radarfrequenzen (Wellenlänge einige cm bis dm) wird die Höhe von Altimetersatelliten über dem Meer bestimmt, teilweise auch über Eisflächen. Bei 1000 km sind heute Genauigkeiten von cm möglich. Diese Form der Altimetrie dient zur Bahnbestimmung und zur Wind- und Geoidbestimmung auf dem Ozean; siehe auch Geodäsie.

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