Aiman az-Zawahiri

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Aiman az-Zawāhirī (أيمن الظواهري) wurde am 19. Juni 1951 in Ägypten geboren. Er war Chef der Organisation Islamischer Dschihad. Er gilt derzeit als Nummer 2 der Terror-Organisation al-Qaida. Beide Organisationen wurden 1998 verschmolzen. Die USA bieten für seine Ergreifung 25 Millionen Dollar.

Der Chirurg, der in seiner Heimat schon vor dem 11. September zu den meistgesuchten Terroristen gehörte, hat starken Einfluss auf die Auswahl der Ziele für Terroranschläge. Er entstammt einer angesehenen Familie aus dem Nil-Delta. Sein Großvater war einst Imam der berühmten Kairoer al-Azhar-Moschee. Zawahiri war ursprünglich Mitglied der in Ägypten offiziell verbotenen Muslimbrüder.

Er eröffnete im Herbst 1991 ein Büro in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Ab 1994 wurde er dort persönlich gesehen. Er soll von dort aus islamische Operationen in Bosnien-Herzegowina geleitet haben.

Im November 1997 trafen sich Zawahiri, Chef des Islamischen Dschihad, und der CIA-Mittelsmann Abu-Umar al Amikri im pakistanischen Peschawar. Der Deal: Der islamistische Einfluß auf den Balkan sollte beendet und im Austausch dafür eine Machtergreifung der Islamisten in Ägypten ermöglicht werden. Doch der Deal platzte, Zawahiris Leute in Albanien wurden gekidnappt und nach Ägypten ausgeliefert. Al Zawahiri schwor Rache und sprengte die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam am 7. August 1998. In einem Prozess in Kairo gegen 107 Fundamentalisten bekannte sich der Chef der Tirana-Zelle, Al Naggar zum Nairobi-Anschlag.

Quelle: z.T. Spiegel-Online, Wie der Dschihad nach Europa kam von J. Elsässer



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