Afferenz
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
Afferenz (von lat. affere = hintragen, zuführen; Adj. afferent zuführend, engl. afference) ist ein Begriff zur Einordnung der Leitungsrichtung von Nervenfasern und dient zur Bezeichnung aller derjenigen, die Erregungen vom Erregungsort wie etwa Rezeptoren zum Zentralnervensystem leiten und dort ggf. weiter zu einzelnen neuronalen Zentren.
Leiten Nervenfasern Erregungen von Sinnesorganen, bezeichnet man sie als sensible Afferenzen. Leiten sie Erregungen aus Eingeweiden, werden sie viscerale Afferenzen genannt (von lat. viscera = Eingeweide). Somatische Afferenzen haben ihren Ursprung an Rezeptoren, die im übrigen Körper (Muskeln, Sehnen, Bänder) und in der Haut über die Körperoberfläche verteilt sind.
Ferner spricht man von Afferenzen auch bei Axonen oder Faserzügen (Bahnen) innerhalb des ZNS, die in einem bestimmten Bereich zusammenlaufen.
Das Gegenteil zu den afferenten Fasern bilden die efferenten Nervenfasern, deren Aufgabe es ist, Signale vom Zentralnervensystem zu den jeweiligen Erfolgsorganen zu übermitteln. (Eine Nervenbahn leitet afferent in Bezug auf ihr Zielgebiet und efferent in Bezug ihren Ursprung, wobei immer das ZNS gemeint ist.)
Siehe auch
- Erregungsausbreitung, Erregungsleitung,
- Bell-Magendie-Gesetz (nach Charles Bell und François Magendie),
- Situationsafferenz



