Ölsand
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Ölsand ist eine Mischung aus Ton, Sand, Wasser und Bitumen. Das Bitumen lässt sich in synthetisches Rohöl umwandeln. Ölsandlagerstätten werden bevorzugt im Tagebau ausgebeutet. Eine Ausbeutung von Ölsand aus tieferen Erdschichten ist ebenfalls möglich.
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Vorkommen
Lagerstätten von Ölsand gibt es auf der ganzen Welt, die größten befinden sich in Venezuela und Alberta (Kanada). Ölsande stellen zwei Drittel der weltweiten Ölvorkommen dar. Ein Drittel des Öls lagert in den Vorkommen am Orinoco in Venezuela (286 km³ oder 1,8 Billionen Barrel), ein Drittel in den kanadischen Athabasca-Lagerstätten (270 km³ or 1,7 Billionen Barrel), und das verbleibende Drittel in Form von herkömmlichem Öl (278 km³ or 1,75 Billionen Barrel), viel davon in Saudi-Arabien und anderen Ländern des Nahen Ostens.
Gewinnung
Dem Sand wird heißes Wasser zugeführt, der entstehende Schlamm wird zu einer Extraktionsanlage gepumpt, wo er gerührt, und das flüssige Bitumen oben abgeschöpft wird. Da Bitumen viel dickflüssiger ist als normales Rohöl, muss es entweder mit Petroleum gemischt oder chemisch gespalten werden, bevor es sich durch eine Pipeline transportieren lässt.
Es wird geschätzt, dass um 80% der Teersande von Alberta für die heutigen Tagebauverfahren zu tief unter der Erdoberfläche liegen. Die Ausbeutung von Ölsand aus tieferen Erdschichten geschieht nach dem "In situ"-Verfahren. Dabei wird Dampf in die Lagerstätte eingeleitet, um das Bitumen zu verflüssigen. Es kann zu Bohrstellen fließen und dort zutage gefördert werden. Nachteile dieses Verfahrens sind der große Wasserverbrauch, der Energiebedarf zum Erzeugen des Dampfes, das Problem der Wasserentsorgung und mögliche unterirdische Umweltschäden. Kritiker machen geltend, dass der massive Wasserverbrauch einer Produktion in großem Stil im Wege steht, Befürworter halten dagegen, dass technische Verbesserungen die Effizienz des Wassereinsatzes steigern werden.
Die kanadischen Athabasca Ölsand-Minen können mit dem gegenwärtigen Heißwasser-Prozess geschätzte 750.000 Barrel (120.000 m³) Rohöl pro Tag liefern. Da die Kapazität der herkömmlichen Ölquellen zurückgeht, werden nichtkonventionelle Ölressourcen wie Ölsand künftig zunehmend zur Ölgewinnung herangezogen werden.
Im Jahr 2002 führte die Einbeziehung des Ölsandes in die Berechnung der wirtschaftlich förderbaren Ressourcen zu einem sprunghaften Anstieg der Erdölreserven um 17,8% bzw. 25 Milliarden Tonnen. Allerdings ist die Gewinnung durch Ölsand nicht äquivalent zur Förderung von konventionellem Erdöl und der Zuwachs daher kritisch zu betrachten.
Im Jahr 2004 wurden täglich 1 Mio. Barrell (160.000 m³) Bitumen aus Ölsand gewonnen. Die Produktionskosten sollen derzeit (2005) unter 20 USD pro Barrell liegen.
Weblinks
- http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/themen/oel/kanada.html
- http://www.vnr.de/artikel/index_13542.html
- http://weltderwunder.rtl2.de/wdw/Technik/Energie/SchwarzerSand/
- http://syncrude.com
- http://suncor.com/default.aspx?ID=54
- http://www.centreforenergy.com/generator2.asp?xml=/silos/ong/oilsands/oilsandsAndHeavyOilOverview01XML.asp&template=1,1,1
- http://www.oilsandsdiscovery.com/



