Ölmühle
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In einer Ölmühle werden aus Pflanzen, wie Raps, Sonnenblumen, Oliven, Sojabohnen, Disteln, Walnüssen, Haselnüssen oder Kürbiskernen, Pflanzenöle gewonnen. Vor dem Aufkommen des Petroleums wurde das Öl hauptsächlich zum Betrieb von Öllampen verwendet.
Beispiel: Herstellung von Walnussöl
Die Walnüsse müssen ausgemacht in der Mühle angeliefert werden. Dies geht nur in Handarbeit, da der so genannte Sattel zwischen den beiden Nusshälften Blausäure enthält und somit vollständig entfernt werden muss.
Im ersten Arbeitsschritt werden die Nüsse im Kollergang zerquetscht. Anschließend wird der so entstandene Brei in einem Ofen auf 38 Grad Celsius erwärmt und dabei ständig gerührt, damit er nicht anbrennt. Der erwärmte Brei wird anschließend in ein Tuch aus Kokosmatten eingeschlagen und ausgepresst.
Danach wird der Kuchen mit dem gepressten Nussmehl aufgeklopft und das Mahlen, Erwärmen und Pressen wird noch zweimal wiederholt.
Aus zwei Kilogramm Walnüssen entsteht so ein Liter Walnussöl. Es gibt aber auch Ölmühlen, die bereits im ersten Durchgang diese Ausbeute erzielen und auf weitere Durchgänge verzichten.
Nach dem letzten Pressvorgang wird das Nussmehl nochmals aufgemahlen, in Säcke gefüllt und als Tierfutter verkauft. Das Mehl kann auch für Brot und Gebäck verwendet werden, seines starken Geschmackes wegen aber nur als Zugabe zu Getreide-Mehl.
Je nach Pflanze kann bei der Ölherstellung auch auf das Erwärmen verzichtet werden.
Moderne Verfahren
Neben dem antiken Verfahren gibt es heute auch Ölmühlen, die in vielen Verfahrensschritten Schleimstoffe extrahieren und das Öl mit Lösungsmitteln (Hexan) vom Wasser in den Nüssen trennen.
Historische Ölmühlen
Die Ölmühle Berschweiler ist eine historische Ölmühle, die jedoch nicht mehr in Betrieb ist. Die ursprüngliche Technik ist vollständig erhalten.



