Ökologischer Fußabdruck
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Unter dem ökologischen Fußabdruck wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen dauerhaft zu ermöglichen. Das schließt Flächen ein, die zur Produktion seiner Kleidung und Nahrung, aber z.B. auch zum Abbau des von ihm erzeugten Mülls oder zum Binden des durch seine Aktivitäten freigesetzten Kohlendioxids benötigt werden.
Das Konzept wurde von Mathis Wackernagel und William E. Rees entwickelt. 2003 wurde von Wackernagel das Global Footprint Network gegründet, welches u.a. von der Nobelpreisträgerin Wangari Maathai, dem Gründer des World Watch Instituts Lester Brown und Ernst Ulrich von Weizsäcker unterstützt wird.
Die weltweit verfügbare Fläche zur Erfüllung der menschlichen Bedürfnisse wird nach dem Report Europe 2005: The Ecological Footprint insgesamt um über 20% überschritten. Danach werden bei gegenwärtigem Verbrauch pro Person 2,2 ha beansprucht, es stehen allerdings lediglich 1,8 ha zur Verfügung. Dabei verteilt sich die Inanspruchnahme der Fläche sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Regionen. Europa beispielsweise benötigt 4,9 ha pro Person, kann aber nur 2,2 ha selber zur Verfügung stellen. Dies bedeutet eine Überbeanspruchung der europäischen Biokapazität um über 120%. Frankreich beansprucht demnach annähernd das Doppelte, Deutschland etwa das Zweieinhalbfache und Großbritannien das Dreifache der verfügbaren Biokapazität.
Siehe auch Ökologischer Rucksack
Weblinks
- Global Footprint Network
- Aktion der BUND-Jugend zum ökologischen Fußabdruck
- Lexikon der Nachhaltigkeit: Ökologischer Fußabdruck
- Quiz zur Berechnung des individuellen "ökologischen Fußabdrucks"



