Edouard Francois André
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Bild:Edouard Francois Andre.jpg Édouard François André (* 1840 in Bourges, Frankreich; † 25. Oktober 1911 in La Croix, Frankreich) war einer führenden Gärtner und Gartenarchitekten des 19.ten Jahrhunderts.
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Leben
André wuchs in Angers (Frankreich) als Sohn eines Gärtners auf und entwickelte so schon sehr früh einen ausgeprägten Sinn für Pflanzen. Nachdem er ein Jahr am Museé d'Histoire Naturelle (in Paris ?) verbrachte, wurde er 1860 im Alter von 20 Jahren zum leitenden Gärtner (Jardinier principal) der Stadt Paris ernannt, eine Position, die er bis 1868 inne hatte. In dieser Zeit gestaltete er viele der öffentlichen Anlagen, Parks und Boulevards der Stadt und prägte so massgeblich das moderne Stadtbild dieser Zeit mit. Darunter so bekannte Plätze wie der "Parc des Buttes Chaumont", an dem auch Gustave Eiffel mitwirkte. Nachdem er sich als Gartenarchitekt einen Namen gemacht hatte, gewann er im Jahr 1866 eine internationale Ausschreibung für die Gestaltung des Sefton Park in Liverpool (England), ein Projekt, an dem er fünf Jahre arbeitete. Er gestaltete zahlreiche weitere Parks in Europa in Russland, Österreich, Holland, Dänemark, und der Schweiz. Die wohl bekanntesten sind die Heiliggeist-Zitadelle von Luxemburg mit ihrem Terrassengärten und Promenaden, die Gärten von Funchal in Madeira, die Villa Borghese in Italien und die öffentlichen Parks von Monte Carlo.
Auch als Botaniker und Gärtner war André sehr aktiv und gelangte vor allem auf dem Gebiet der Erforschung der Bromelien zu Ansehen. 1875 schickte ihn die französische Regierung auf eine Erkundungsexpedition in die Nord-Anden Südamerikas. Neben Kolumbien war sein Hauptziel Ecuador. Von dieser Reise brachte er über 3400 Pflanzen mit zurück, darunter war auch eine kleine, schmallblättrige Tillandsie, die Edouard Morren 1888 ihm zu Ehren als Tillandsia andreana publizierte. Sein Reisebericht wurde 1983 neuaufgelegt.
Nach seiner Rückkehr widmete er sich ganz dem Pflanzenstudium. Er unterhielt eine Versuchsgärtnerei auf seinem Landsitz und schrieb diverse Monografien speziell über Bromelien. Von 1870 bis 1880 war er Herausgeber der Revûe Horticôle und verfasste viele Artikel für die L'Illustration Horticôle. 1890 führte ihn seine letzte lateinamerikanische Reise nach Uruguay.
1892 wurde im zu Ehren die Professur für Garten- und Landschaftsbau an der L'Ecole Nationale d'Horticulture (der Nationalen Gartenbauhochschule) in Versailles eingerichtet und er zu deren ersten Professor ernannt. Auszeichnet als Offizier der französischen Ehrenlegion und des belgischen Leopoldordens war er auch Mitglied der Royal Horticultural Society of London.
Nach ihm benannte Mez 1896 die Bromelien-Gattung Andrea mit folgenden Worten:
- "Dicatum cl. Éd. André, Parisiensi, bromeliographo sagacissimo."
- (Gewidmet dem illustren und weisesten aller Autoren der Bromelien,
- Édouard André aus Paris.)
- Carl Christian Mez
Die Gattung Andrea wurde zunächst zur Gattung Nidularium gestellt und ist heute zu Canistropsis eingezogen worden.
Schriften
- (1889) Bromeliaceae Andreanae. Description et Histoire des Bromeliacées, récoltées dans la Colombie, l'Ecuador et la Venezuela Librairie Agricole, Paris France
- (1983) Bromeliaceae Andreanae Big Bridge Press, Berkley CA, USA (Neuauflage)
Quellen
- Bromwiki
- Isley (1987) Tillandsia, The World's Most Unusual Airplants S.162-163 Botanical Press, Gardena CA, USA ISBN 0-9617675-0-2
- Encke, Buchheim & Seybold (1993) Zander, Handwörterbuch der Pflanzennamen S.675 14.Aufl. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart ISBN 3-8001-5063-8
- Biografie - Arnold Arboretum Archives of Harvard University
- History of Collecting In: Catalogue of the Vascular Plants of Ecuador von Peter M. Jørgensen
- An Annoted Catalogue of the Generic Names of the Bromeliaceae von Jason R. Grant



