Édouard Manet

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Édouard Manet (* 23. Januar 1832 in Paris; † 30. April 1883 ebenda) gilt als einer der Wegbereiter der modernen Malerei.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Bild:Édouard Manet.jpg

Manet wurde in Paris als Sohn eines wohlhabenden Beamten geboren. Nach dem Abbruch seiner Ausbildung zum Marineoffizier entschloss er sich 1850 ein Maler zu werden. Er studierte 6 Jahre im Atélier Coutures und bildete sich auf Reisen nach Deutschland, Italien, Spanien und in die Niederlande. Er kopierte Bilder von Rembrandt, Tintoretto u. a. sowie nach Velazquez und Goya.

Im Pariser Salon war er erstmals 1861 mit einem Bild vertreten. Dort trat er mit einem Guitarrespieler auf, in welchem er sein Prinzip des aus damaliger Sicht „plattesten Naturalismus“ zum ersten Mal zur Geltung brachte. In den kommenden Jahren stieß er dort aber auf große Ablehnung. Sein nächstes Bild das Frühstück im Grünen galt als eine Sammlung von „häßlichen nackten Frauenzimmern“, das aus Rücksicht auf die sittliche Empfinden und wegen der rohen Machart vom Salon zurückgewiesen wurde. Es wurde 1863 im Salon der Zurückgewiesenen (Salon des Refusés) ausgestellt. Im Jahr 1865 wurde das Bild Olympia im Salon zu einem großen Skandal.

Bald fand sich eine Reihe gleichgesinnter Naturalisten, aus denen sich allmählich die damals als Sekte bezeichneten Impressionisten entwickelten, deren Haupt Manet wurde. Auf junge Künstler hatte Manet einen großen Einfluss, obwohl er offiziell meist nur Ablehnung erfuhr. Diesen jungen Künstlern des Impressionismus war Manet freundschaftlich verbunden, betrachtete sich aber selbst dieser Stilrichtung nie zugehörig.


Das zentrale Thema in Manets Bildern war der Mensch, wobei er sich von der damals vorherrschenden Historienmalerei abwandte. Ihm lagen Motive aus dem Alltagsleben näher. Grafiken, Landschaften, Porträts und Stillleben komplettieren sein Werk. Zu den ihn am meisten charakterisierenden Bildern gehören: der tote Mann, das Kind mit dem Degen, Olympia, das spanische Ballett, die Eisenbahn, das Café-Concert, die Canotiers von Argenteuil, die Wäsche (1876), das Porträt seines Gesinnungsfreundes Zola, der gute Trunk und die Bar in den Folies-Bergères (1882).

Er starb am 30. April 1883 in Paris.

Die öffentliche Meinung über seine Kunst wurde erst ein Jahr nach seinem Tode positiver anläßlich einer Ausstellung seines Lebenswerks, getreu dem Motto: nur tote Erneuerer sind gute Neuerer.

Werk (Auswahl)

  • Das Frühstück im Grünen
  • Musik im Tuileriengarten
  • Haus in Rueil
  • Im "Pere Lathuille"
  • Café
  • * Selbstporträt Palette
  • Spanischer Sänger
  • Stielleben Vase Pfingstenrosen
  • Stierkampf
  • Stilleben Blumen
  • Stilleben Lachs
  • Stilleben Flieder Rosen
  • Stilleben Fliederstrauß
  • Stilleben Weiße Pfingstrosen
  • Straßenarbeiter Rue Berne
  • Straßensängerin

Bild:Manet Maximilian.jpg

  • Toter Torero
  • Vor Spiegel
  • Weiblicher Akt
  • Zuschauerinnen beim Rennen
  • Absinthtrinker
  • Am Strand
  • Argenteuil
  • Un bar aux Folies-Bergère
  • BeLesen Lecture
  • Bierkellnerin
  • Birnenschäler Porträt Leon Leenhoff
  • Canal Grande Venedig
  • Claude Monet seinem Atelier Argenteuil
  • Clematis einer Kristallvase
  • Croquet-Partie
  • Dame mit Pelz
  • Dame mit Fächer
  • Alte Musiker
  • Balkon
  • Gitarrist Pagans Monsieur Degas
  • Pfeifer
  • Eine Ecke Garten Bellevue
  • Einschiffung nach Folkestone
  • Eisenbahn
  • Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko
  • Frühling Jeanne
  • Frühstück
  • Frühstück Atelier
  • Hafen Bordeaux

Literatur

  • Bazire: Édouard Manet (1884)
Bild:Commons-logo.svg WikiCommons: Édouard Manet – Bilder, Videos oder Audiodateien

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